Freundeskreis Strinz-Aube
Wir sind ein Stück Europa

Die Geschichte des Vereins

Wir haben die Verschwisterung - jumelage - Strinz/Aube dem verstorbenen Bürgermeister von Aube M. Raoul Labonne zu verdanken, der sich als Kriegsgefangener in Strinz Margarethä befand und dort positive menschliche Erfahrungen machte. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass diese Verschwisterung zustande kam.

1966 nahm M. Labonne den Kontakt zum damaligen Bürgermeister Guckes auf und 1967 besuchte er Strinz anlässlich der Einweihung des Rathauses und des Feuerwehr-gerätehauses.

Dank der nachfolgenden Kontaktpflege durch die Familie Petri, den MGV und der Vermittlung von Herrn Louvenz kam es dann zu dem „unvergesslichen“ Gegenbesuch 1973 in Aube.

Pfingsten 1974, am 2. Juni, erfolgte sodann die offizielle Verschwisterung in Strinz Margarethä. Ein großes Fest mit Umzug unter Beteiligung der gesamten Strinzer Bevölkerung sowie der Gäste aus Aube wurde gefeiert. Als Symbol wurde ein Apfelbaum gepflanzt.

Sodann liefen die Kontakte hauptsächlich über den Turnverein. In der Zeit von 1976 bis 1979 fanden in den Sommerferien einwöchige Treffen wechselweise in Strinz und Aube statt. Die Teilnehmer werden bestätigen, dass diese Treffen und die dabei gesammelten Erfahrungen unvergesslich sind.

Zu erwähnen ist, dass im Jahre 1976 in Strinz die „Auber Straße“ und in Aube die „Strinzer Straße“ eingeweiht wurden.

Aus den Kontakten in den beiden Gemeinden entstanden Ehen und Lebensgemeinschaften.

Ab 1980 trat dann wieder im Wechsel Strinz/Aube der Erwachsenenaustausch in den Vordergrund und seit dieser Zeit ist jährlich im Mai ein Treffen. Anfangs kannten sich schon viele Familien gegenseitig aus den ersten Begegnungen. Bei neuen Interessenten wurde sodann versucht, im gegenseitigen Kontakt der beiden Komitees passende Familien zusammenzuführen.

Zum zehnten Geburtstag des ersten Treffens 1983 kamen 120 deutsche Gäste nach Aube. Einige von ihnen hatten die weite Reise sogar mit dem Fahrrad zurückgelegt.

Ein weiterer Höhepunkt war das 10jährige Jubiläum der Verschwisterung mit der gleichzeitigen 800 Jahrfeier der Gemeine Strinz Margarethä. Auch zu diesem Anlass gab es einen großen Festumzug, an dem sich alle Strinzer Ortsvereine und auch die Gäste aus Aube beteiligten.

1986 fand dann der erste Jugendaustausch an einem dritten Ort statt, organisiert durch den TV. Diesem folgten noch weitere Begegnungen dieser Art.

Bei einem Treffen in Aube wurde auch eine gemeinsame Ausstellung der deutsch/französischen Hobbykünstler präsentiert.

Zur Begegnung 1989 fuhr zum zweiten Mal eine Gruppe junger Männer mit dem Rad nach Aube und 1992 in Strinz gab es sogar einen 4-tägigen Staffellauf von Aube nach Strinz. Es beteiligten sich 8 Läufer aus Aube und 2 aus Strinz.

Auch das 20jährige Jubiläum wurde 1993 und 1994 wieder in beiden Gemeinden unter großer Beteiligungen gefeiert, so auch mit den Jagdhornbläsern, die die Verschwisterung von Anfang an begleitet haben.

Ein weiterer Höhepunkt war das 25jährige Verschwisterungsjubiläum im Mai 1999 in Aube, bei dem die beiden damaligen Bürgermeister Hue und Schmitz die Verlängerung der diesbezüglichen Urkunde unterzeichneten und nunmehr ein „Hohensteiner Apfelbaum“ gepflanzt wurde.

Seit 1980 steht bei jeder Begegnung immer ein Tagesausflug auf dem Programm und so lernen die Besucher immer wieder ein anderes Stück Heimat der Gastgeber kennen. Auch bei der Ausgestaltung des Rahmenprogramms der jeweiligen Begegnungen wirken in beiden Orten zahlreiche Ortsvereine mit.

Sehr viel könnte man hiervon erzählen oder sogar ein Buch schreiben.

So haben wir in Strinz auch ein Buch geschrieben, aber es beinhaltet etwas anderes als die Geschichte unserer Verschwisterung. Den eigentlichen Anlass hierzu gab das Auber Komitee, welches schon sehr früh einmal jährlich ein „Sauerkrautessen“ veranstaltete, es sollte etwas typisch Deutsches sein.

Dies war dann die Motivation für uns, 1982 erstmals ein „Französisches Abendessen“ in Strinz zu organisieren. Hierbei brachten wir die bei vielen Begegnungen kennen gelernten Unterschiede der Esskultur beider Länder ein. Es hat uns dazu angeregt, die französische Lebensart „Essen und Unterhaltung „ zu verbinden und dies unseren Mitgliedern und Freunden weiterzugeben. Es wurde gut angenommen.

Inzwischen wurden 19 solcher Abende ausgerichtet und die Rezepte aller Menüs ab 1983 – 1998 in einem Buch zusammen gefasst, welches anlässlich des 25jährigen Jubiläums als Gastgeschenk in deutscher und französischer Sprache in Aube überreicht wurde.

In diesem Jahr wurde das 35jährige Bestehen der Verschwisterung - jumelage - Strinz/Aube begangen. Altersbedingt hat sich der Teilnehmerkreis in den letzten Jahren bei den jährlichen Begegnungen verringert, jedoch besteht die Hoffnung, dass durch neue Kontakte in beiden Ländern das Fortbestehen der beiderseitigen Freundschaft garantiert wird.