Freundeskreis Strinz-Aube
Wir sind ein Stück Europa

2017 Treffen in Aube

Nicht nur der 43. Geburtstag der Verschwisterung war in diesem Jahr Anlass in die Partnergemeinde Aube in die Normandie zu reisen, sondern auch der im jährlichen Wechsel stattfindende gegenseitige Besuch der Gemeinden von Strinz und Aube.

Traditionsgemäß ist Christi Himmelfahrt der Tag, an dem die jeweilige Reise beginnt. Ein wenig verschlafen, doch voller freudiger Erwartung wurde kurz vor 5 Uhr in der Frühe gestartet. Ein moderner Reisebus erwartete uns vor der Aubachhalle und so starteten 40 Personen, darunter auch Schüler der Musikschule Aarbergen und deren Direktor Martin Reuß sowie 2 weitere Lehrer und einige Mitglieder der Tanzgruppe des TV aus Strinz. 10 weitere Teilnehmer traten die Reise in privaten Pkws an.  In diesem Jahr hatten wir sogar 2 Busfahrer und so waren wir ohne große Pause in der vorgegebenen Zeit in Paris und wieder erfreute uns Ralf Diefenbach mit einer kleinen Stadtrundfahrt. Paris, mit seinen beeindruckenden Bauten, der langen Prachtstraße Champs-Elysees und den zahlreichen die Seine überspannenden Brücken bis hin zum Triumphbogen, ist jedes Mal ein Erlebnis. Am frühen Nachmittag waren wir dann am Ziel und wurden von unseren französischen Familien und Freunden begrüßt. Es herrschte wie immer beim Wiedersehen große Freude und Herzlichkeit. Gemeinsam ging es dann erzählend zum Kaffeetrinken mit dem vorbereiteten Kuchenbüffet. Anschließend ging man mit seiner jeweiligen Gastfamilie nach Hause und verbrachte den Abend dort. Man hatte sich ein Jahr lang nicht gesehen und deshalb auch viel zu berichten. Für die Mitglieder der Musikschule und der Tanzgruppe stand ein Grillabend auf dem Programm.  
   Der zweite Tag stand ganz im Zeichen eines Tagesausflugs. Mit nunmehr 2 Bussen fuhr man in die an der Seine gelegene Hauptstadt der Normandie nach Rouen - einer Stadt geprägt von Kunst und Geschichte. Die Stadt des Lichts, von wo aus die Kunstrichtung des Impressionismus ihren Siegeszug antrat. In kleineren Gruppen erkundete man diese vielfältige und interessante Stadt, einen mittelalterlichen Schatz mit einer Fülle verwinkelter Fachwerkhäuser, alten Prachtbauten, geprägt von zahlreichen Glocken- und Kirchtürmen sowie dem Glanzpunkt in der malerischen Altstadt, der mächtigen gotischen Kathedrale Notre-Dame. Ferner die stimmungsvolle Rue du Gros-Horloge (Uhrengasse) mit ihrem steinernen die Straße überspannendem Renaissancebogen und der berühmten Stadtuhr und dann der Platz (Place du Vieux-Marché), wo Jeanne d’Arc verbrannt wurde und sich heute eine nach ihrem Namen benannte Kirche befindet, vorbei an einladenden kleinen Restaurants und Boutiquen und den zahlreichen Museen.  
   Zur Mittagszeit traf man sich zu einem gemeinsamen Picknick um Ufer der Seine.  Danach stand uns ein richtiges Event bevor, der Besuch der Ausstellung „Rouen 1431“, Panorama XXL – die Zeit von Jeanne d’Arc. Ein Werk in weltweiter Exklusivität. Mit dem deutschen Künstler Yadegar Asisis reisten wir sechs Jahrhunderte in die Zeit zurück und verschafften uns hierbei einen Überblick über die ganze Stadt und entdeckten das damalige Leben der Einwohner in Rouen. Die Ausstellung ist eine technische Meisterleistung, dank einer originellen Mischung von Zeichnungen, Bildern, Fotografien und Computertechnik, weckt der Künstler die Panoramen zu neuem Leben. Wir waren alle davon tief beeindruckt.  Dann ging es zurück nach Aube, denn auf dem Programm für den im Festsaal stattfindenden Abend war eine Soirée angekündigt.  Der Saal war es festlich eingedeckt und mit den nationalen und regionalen Fahnen unserer beiden Länder geschmückt. Zu Beginn des Abends wurde statt der beiden Nationalhymnen die „Europäische Hymne“ gespielt.

Der Vorsitzende des französischen Komitees, Yves Bonhomme, begrüßte die rund 300 Gäste und ganz besonders Bürgermeister Bauer aus Hohenstein und den Vertreter von Bürgermeister Vercruysse. Ebenfalls anwesend war eine Abordnung der Verschwisterung aus L’Aigle und deren Partnerschaftsstadt Clausthal-Zellerfeld. Weiterhin der Chor La Bouche en Coeur, von dem im letzten Jahr rund 34 Mitglieder mit in Strinz weilten.

Das Programm gestaltete der Chor mit eindrucksvollen Liedern rund um die Welt.

Ein junges Tanzpaar aus Clausthal überraschte dann mit seinem professionellen Können. Danach übermittelten die kommunalen Vertreter ihre Grußworte und hoben die Bedeutung der Verschwisterung hervor, gerade in der bewegten politischen Zeit, in der Europa in Frage gestellt wird.

Nach einem umfangreichen antillischen Menü konnte endlich das Tanzbein geschwungen werden und man verbrachte noch eine ausgelassene Zeit miteinander.


Der dritte Tag bleibt jeweils der eigenen Ausgestaltung und Initiative der Gastfamilien vorbehalten. Für die Mitglieder der Musikschule und der Tanzgruppe gab es ein separates Programm. Abends war dann wieder eine Soirée - es handelte sich ja leider schon um den letzten Abend. Den ersten Auftritt gestalteten die kleinsten Mitglieder von UMRAB unter der Leitung von Janine Blavette. Danach spielte das Orchester UMRAB gefolgte von einem völkerverbindenden instrumentalen deutsch/französischen Orchester bestehend aus Mitgliedern der Musikschule Aarbergen und UMRAB, die am Morgen gemeinsam geprobt hatten.  Die Verbindung zwischen UMRAB und der Musikschule Aarbergen besteht nun schon erfolgreich einige Jahre und so erging eine Einladung an die Musiker von UMRAB für das nächste Jahr nach Strinz, die gerne angenommen wurde.  
   Nunmehr sprachen die beiden Vorsitzenden der Verschwisterung Gerda Deuser und Yves Bonhomme. Übereinstimmend gaben sie ein Resumée über die langjährige Freundschaft zwischen Strinz und Aube und weiterhin darüber, dass durch die Wahl des neuen französischen Präsidenten Macron wohl der Zusammenhalt der beiden Völker und auch der von Europa Bestand haben wird. Es folgte der Austausch der Gastgeschenke und die Einladung für nächstes Jahr nach Aube.  Gespannt wartete man nun auf den angekündigten Auftritt der Tanzgruppe    aus Strinz, die unter der Leitung von Christa und Andrea Enders ein Potpourri vortrugen, dass anlässlich des 45. Jubiläums der Tanzgruppe einstudiert wurde.  Es war einfach der krönende Abschluss – ein Feuerwerk an Farben und exakten abwechslungsreichen tänzerischen Bewegungen, die mit einer gekonnten Leichtigkeit präsentiert wurden Nach der gern gewährten Zugabe wollte der Applaus gar kein Ende nehmen.  Das Menü des Abends bestand aus einem Aperitif, Spanferkelbraten (Cochon lait) mit Ratatouille, Käsebuffet und Nachtisch.    Auch bei dieser Begegnung sang Conni Martin, begleitet von Martin Reuß, zur allgemeinen Freude der Anwesenden französische Chansons. Den Abend beschloss man mit Tanz zu flotten Klängen.    
   Der Besuch in der Normandie bei unseren Freunden ging wieder viel zu schnell vorüber und so traten wir am Sonntagmorgen unsere Heimreise an mit dem Versprechen unserer Freunde aus Aube, dass wir uns im nächsten Jahr in Strinz wieder treffen werden.    Dank der beiden Fahrer kamen wir wieder wohl behalten und schnell in Strinz an.    Es war wieder schön gewesen.  Au revoir